Comersee

Comer See

Der See und seine geschichtliche Entwicklung

Villa CarlottaEingeschnittene Täler, imposante Moränenablagerungen, von den Gletschern hinterlassene Wildbäche, die einen der tiefsten Seen Europas speisen: Der Comer See in der Lombardei ist das Erbe der Eismassen des Quartärs, die vor Tausenden von Jahren das mächtige Berg- und Tal schufen.
Heute ist das Klima völlig anders als in jener harten Zeit der Entstehung und bekannt für seine Milde. Kastanien und Nadelbäume sowie große Weideflächen säumen die Berghänge rund um den Comer See. Neben der mediterranen Vegetation wie Zypresse, Lorbeerbäumen oder Olivenbäume wachsen Zitrusgewächse, Azaleen, Kakteen, Palmen und Kamelien in den Gärten der Villen.
Umgeben von großen Bergen wie zum Beispiel dem Monte Legno (2609m) erstreckt sich der Comer See auf einer Länge von 50 Metern zwischen der südlichen Stadt Como und der nördlich gelegenen Stadt Sorico. Die größte Breite des Sees wird zwischen Cadenabbia und Fiumelatte erreicht. Hier beträgt die Breite 4,4 km. Der drittgrößte See des subalpinen Bereiches ist durch seine besondere Form, einem Ypsilon, gekennzeichnet.
Der See teilt sich bei Bellagio in zwei Arme: Como und Lecco. Gespeist wird der See von zahlreichen Wildbächen und der Adda und der Mera gespeist.
Der reiche Fischbestand schafft optimale Voraussetzungen für eine auf die Fischerei ausgerichtete Wirtschaft, die gut mit dem touristischen Phänomen der Seeortschaften harmoniert.

Die ersten Siedlungen von Menschen wird auf die Zeit 4500 v. Christus geschätzt doch viele tausende Jahre (1000 v. Christus) entsteht eine bemerkenswerte Kultur.
Während der römischen Epoche war die Region rund um den Comer See eine bedeutende Handels-, Kultur- und Erholungsgegend. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde die Region weltweit bekannt durch die aufkommende Seidenzucht und Seidenindustrie. Die Tradition der hochqualitativen Seidenprodukte hat bis heute Bestand obwohl sich die Bedeutung aufgrund der weltweiten Konkurrenz auf dem globalen Markt verringert hat. Neben den traditionellen Tätigkeiten spielen heute der Dienstleistungssektor und der Tourismus eine wichtige Wirtschaftsrolle.